Du hast eine Google‑Ads‑Kampagne am Laufen, aber das Gefühl, dass du nicht genau weißt, welche Suchanfragen wirklich bringen oder verschwenden? Dann bist du hier genau richtig. Der Search Term Report zeigt dir, welche tatsächlichen Keywords Nutzer eingegeben haben, bevor sie auf deine Anzeige geklickt haben. Klingt simpel? Ist es auch – aber nur, wenn du weißt, wie du ihn liest, interpretierst und für deine Strategie nutzt.
In diesem Beitrag zeige ich dir praxisnah und verständlich, wie du den Search Term Report findest, ihn Schritt für Schritt auswertest und daraus echte Learnings generierst, die dir Zeit, Budget und Nerven sparen. Du wirst erfahren, worauf es ankommt, was gute Suchanfragen ausmacht, welche du ausschließen solltest und wie dein Google‑Ads‑Account davon langfristig profitiert. Let’s go!
Was ist ein Search Term Report und warum ist er wichtig?
Der Search Term Report – auf Deutsch auch Suchanfragenbericht genannt – zeigt dir in Google Ads genau die Begriffe, die Nutzer in die Google‑Suchleiste eingegeben haben, bevor sie auf deine Anzeige geklickt haben.
Das heißt: Du siehst keine Keywords mehr, die du eingestellt hast, sondern tatsächliches Nutzerverhalten.
Und genau darin liegt der größte Mehrwert: Nur so kannst du verstehen, welche Begriffe wirklich performen, welche irrelevant sind und welche Chancen du bislang verpasst hast.
Inhaltsverzeichnis
Warum braucht man einen Search Term Report überhaupt?
Stell dir vor, du schaltest Anzeigen für „Sportschuhe kaufen“, doch du siehst plötzlich Klicks auf Begriffe wie „kostenlose Sportschuhe gewinnen“ oder „Sportschuhe gebraucht“.
Ohne den Suchanfragenbericht würdest du:
- Dein Budget für irrelevante Klicks verschwenden.
- Falsche Schlüsse über die Performance deiner Keywords ziehen.
- Potenzielle neue Chancen übersehen.
Mit dem Search Term Report kannst du hingegen:
- Erfolgreiche Suchanfragen identifizieren.
- Neue positive Keywords ableiten.
- Negative Keywords definieren, um irrelevante Klicks auszuschließen.
- Deine Kampagnen kontinuierlich optimieren.
Und das Beste dabei: Du bekommst echte Insights direkt aus dem Nutzerverhalten. Das ist kein „Theoriewissen“, sondern handfeste Daten.
Wo finde ich den Suchanfragenbericht in Google Ads?
Bevor wir in die Auswertung starten, zeige ich dir, wo du den Search Term Report findest – Schritt für Schritt.
1. Einloggen und Kampagne auswählen
Logge dich in deinen Google‑Ads‑Account ein. In der Übersicht wählst du die Kampagne aus, die du analysieren möchtest.
2. In die Anzeigengruppe wechseln
Innerhalb der Kampagne klickst du auf die Anzeigengruppe, die du analysieren willst. Denn der Suchanfragenbericht ist immer auf der Ebene der Anzeigengruppe zu finden.
3. In der Navigation auf „Keywords“ klicken
In der linken Menüleiste findest du den Punkt Keywords. Klick ihn an.
4. Auf „Suchbegriffe“ gehen
Innerhalb von Keywords siehst du verschiedene Reiter. Wähle hier Search Terms (bzw. auf Deutsch Suchbegriffe).
Jetzt hast du den Suchanfragenbericht vor dir – und die Auswertung kann starten.
Wie du Learnings aus dem Suchanfragenbericht ziehst – Step by Step
Jetzt wird’s spannend. Du hast den Search Term Report offen – aber was sagt dir das Ganze? Wie unterscheidest du gute von schlechten Suchanfragen? Und wie nutzt du diese Daten wirklich?
Im Folgenden bekommst du eine strukturierte Anleitung mit Fokus auf Umsetzung.
Schritt 1: Überblick verschaffen – Welche Suchanfragen gibt es?
Zuerst verschaffst du dir eine Gesamtübersicht:
- Welche Begriffe wurden gesucht?
- Wie viele Klicks kamen zu welchen Suchanfragen?
- Welche Kosten sind daraus entstanden?
Sortiere am besten zuerst nach Klicks oder Conversions. So erkennst du schnell, welche Suchanfragen relevant sind.
Schritt 2: Relevante Suchanfragen identifizieren
Nun geht es ans Eingemachte:
Fragen, die du dir stellen solltest:
- Entsprechen die Suchanfragen dem Angebot, das du bewirbst?
- Haben die Suchanfragen eine klare Kauf‑ oder Interessens‑Intention?
- Sind bestimmte Begriffe positiv oder negativ für das Kampagnenziel?
Beispiele für positive Suchanfragen bei einem Onlineshop:
- „Sportschuhe kaufen online“
- „Nike Laufschuhe Herren“
Beispiele für negative Suchanfragen:
- „Gratis Sportschuhe“
- „Gebrauchte Sportschuhe“
Positive Suchanfragen markierst du, damit du sie als Keyword aufnehmen kannst. Negative markierst du für später als * auszuschließende Suchbegriffe*.
Schritt 3: Negative Keywords definieren
Negative Keywords (Ausschlüsse) sind ein zentrales Element bei Google Ads. Sie sorgen dafür, dass deine Anzeigen bei irrelevanten Begriffen nicht ausgespielt werden – und du kein Budget für nichts verschwendest.
Typische negative Keywords könnten sein:
- Kostenlos
- Gewinnen
- Billig
- Gebraucht
Wenn du feststellst, dass bestimmte Begriffe zwar Klicks bekommen, aber keine Conversions bringen oder irrelevant sind, trägst du sie als negative Keywords ein.
Dadurch steigt die Qualität deiner Klicks, und du sparst Budget für relevante Suchanfragen.
Schritt 4: Neue Keywords identifizieren
Dein Search Term Report ist auch eine Fundgrube für neue Keywords.
Wenn du wiederholt gute Suchanfragen siehst, die du bisher nicht bewusst als Keyword eingebucht hattest, solltest du diese als neue Keywords hinzufügen – mit der passenden Keyword‑Option.
Beispiel:
Wenn du siehst, dass viele Nutzer nach „Sportschuhe Herren atmungsaktiv“ suchen, kannst du genau diesen Begriff oder Varianten davon als neues Keyword hinzufügen.
So sorgst du nicht nur dafür, dass deine Anzeigen noch besser zur Suchintention passen, sondern du profitierst auch von stärkerem organischen Rankingpotential.
Schritt 5: Performance analysieren – nicht nur Klicks zählen
Wichtig: Klicks allein sagen noch nichts über Erfolg aus.
Achte darauf, welche Suchanfragen:
- hohe Conversions haben,
- viele Interaktionen haben,
- aber wenig Conversions bringen,
- oder viel Budget verbrennen ohne Ergebnis.
Analysiere:
- Conversion‑Rate
- Cost‑Per‑Conversion
- CTR (Klickrate)
Nur so siehst du, welche Suchanfragen wirklich wertvoll sind.
Schritt 6: Wiederholen & verbessern
Dein Search Term Report ist kein Bericht, den du einmal anschaust und dann ignorierst.
Setze dir am besten eine regelmäßige Routine:
Alle 7 – 14 Tage: Search Term Report öffnen, auswerten, Learnings ableiten, Optimierungen durchführen.
So wächst deine Kampagne kontinuierlich.
Praxisbeispiel: Search Term Report macht den Unterschied
Stell dir vor, du schaltest Anzeigen für „Sportschuhe kaufen“, doch du siehst plötzlich Klicks auf Begriffe wie „kostenlose Sportschuhe gewinnen“ oder „Sportschuhe gebraucht“.
Nach ein paar Wochen schaust du in den Suchanfragenbericht – das sind deine Erkenntnisse:
Learnings:
- Der Begriff „ ergonomischer Bürostuhl Testsieger “ bringt gute Conversions. → als neues Keyword aufnehmen
- „ gebraucht “ bringt Klicks aber keine Conversions. → als negatives Keyword hinzufügen
- „ ohne Rollen “ bringt wenig und keine klarere Performance. → ggf. beobachten oder ausschließen.
Ergebnis nach Optimierung:
- Klickrate steigt um 8 %
- Kosten pro Conversion sinken um 18 %
- Weniger irrelevante Klicks, mehr Budget für relevante Leads
Tipps & Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest
❌ Nur auf Klicks schauen
Viele klicken heißt nicht viele Conversions.
Immer Conversion‑Daten berücksichtigen.
❌ Zu selten kontrollieren
Optimierung ist kein einmaliges Projekt.
❌ Negative Keywords zu spät hinzufügen
Budget geht schnell verloren.
✔ Immer priorisieren
Finde zuerst relevante Suchanfragen → dann erst ausschließen.
Was ist das wichtigste Learning aus dem Search Term Report? – Unser Fazit
Wenn du den Search Term Report richtig nutzt, wird aus einem oft übersehenen Standardbericht ein echtes Power-Tool zur Performance-Optimierung. Du erkennst, welche Suchanfragen tatsächlich zu deiner Zielgruppe passen und welche dein Budget sinnlos verbrennen. Statt blind Keywords zu buchen, steuerst du datenbasiert nach – mit klarer Strategie und messbarem Ergebnis.
Du hast gelernt, wie du den Suchanfragenbericht in Google Ads findest, worauf du bei der Auswertung achten musst und wie du sowohl neue Keywords identifizierst als auch irrelevante ausschließt. Das ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess, mit dem du deine Kampagnen Schritt für Schritt verbesserst.
Denn während andere noch raten, was ihre Nutzer wirklich suchen, kennst du die Wahrheit – direkt aus deinem Search Term Report. Und genau das ist der Unterschied zwischen Kampagnen, die „irgendwie laufen“, und Kampagnen, die konstant wachsen, besser performen und letztlich das liefern, was du willst: Reichweite, Relevanz und echte Ergebnisse.
🔗 Google Ads Help – Bericht zu Suchbegriffen (Search Terms Report)
→ Offizielles Google‑Support‑Dokument zum Suchanfragenbericht mit Beschreibung und wie du ihn findest und nutzt.
🔗 Google Ads Help – Suchbegriffe: Definition
→ Definition und Einsatz des Search Term Reports direkt von GoogleLinks
Über die Authorin
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Search Term Report bei Google Ads?
Der Search Term Report zeigt dir, welche tatsächlichen Suchanfragen Nutzer eingegeben haben, bevor sie auf deine Google‑Ads‑Anzeige geklickt haben. Er ist ein entscheidender Bericht zur Optimierung von Keywords und Ausschlüssen.
Wie oft sollte ich den Suchanfragenbericht auswerten?
Am besten regelmäßig – zum Beispiel alle 7 bis 14 Tage – um Trends, Chancen und Fehler schnell zu erkennen und anzupassen.
Warum sollte ich negative Keywords verwenden?
Negative Keywords verhindern, dass deine Anzeigen bei irrelevanten Begriffen angezeigt werden. Das spart Budget und sorgt für bessere Klick‑Performance.
Können mir neue Keywords im Search Term Report helfen?
Ja! Der Bericht zeigt oft Suchbegriffe, die du bisher nicht als Keywords hattest, die aber gute Performance liefern können.
Wie kann ich den Search Term Report in Google Ads finden?
Einloggen → Kampagne auswählen → Anzeigengruppe → Keywords → Reiter „Suchbegriffe“.